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Beruflicher Werdegang

Seit 2004 Rechtsanwalt in Wien.

2000-2003 Unternehmensjurist bei UTA Telekom AG, dem als Gemeinschaftsunternehmen von Landesenergiegesellschaften zu Zeiten der Telekomliberalisierung im Festnetzbereich größten privaten Anbieter öffentlicher Telekommunikationsdienste Österreichs, umfassende juristische Betreuung der Unternehmung und des Vorstands in allen unternehmensrelevanten Rechtsgebieten, Betreuung und Leitung von Großprojekten, Managementausbildung.

1997-1999 Substitut („Junioranwalt“) in Kooperation mit Ausbildungsanwalt Dr. Karl F. Engelhart (emeritiert 2018) und dessen Kanzleipartner Dr. Nikolaus Reininger (†).

1992-1996 Rechtsanwaltsanwärter bei Dr. Karl F. Engelhart (nach jahrzehntelanger Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt emeritiert 2018, Insolvenzrechtsexperte, früherer Langzeitpräsident des Disziplinarrates der Rechtsanwaltskammer Wien).

Ausbildung und Praxis

1991 Sponsion zum Magister iuris an der Karl-Franzens-Universität Graz, anschließend Gerichtspraxis im Sprengel des Oberlandesgerichtes Wien.

1984 Abschluss der kaufmännischen Ausbildung an der Bundes-Handelsakademie I Klagenfurt, Fachrichtung Organisation und Datenverarbeitung, mit ausgezeichnetem Erfolg.

Persönliches und Lieblingsbücher

1965 geboren in Klagenfurt; Interessen und Hobbies: Naturwissenschaften, Geschichte, Visualisierung (Veranschaulichung von Informationen durch bildhafte Darstellung), Hightech, Hirnforschung, AI, Schach, Kunst, Musik, Jazzsaxophon, Klavier, Schifffahrt und Gewässer, Wandern und Schifahren.

Lieblingsbücher: Magellan (Stefan Zweig, Erstausgabe 1937); Sternstunden der Menschheit (Stefan Zweig, Erstausgabe 1929); Das Loch im Kosmos: Die Suche nach einer universalen Spiritualität (Percy Walker, 1983); Die Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik (Hermann von Helmholtz, 1913).

Arbeitsgruppen, Vortragstätigkeit

Vortrag Anwalt KuckuckskindRechtsvorschriften werden in der Zivilgesellschaft, aber selbst in juristischen Fachkreisen oft als schwer verständlich empfunden. Gerade Rechtsmaterien, die besonders viele Menschen unmittelbar betreffen, wie das Sozialversicherungsrecht oder das Wohnrecht, sind oft nur noch Fachleuten zugänglich.

Das sollte nicht so sein.

Erstrebenswert ist vielmehr, dass jedermann die ihn betreffenden Rechtsnormen leicht verstehen kann. Diese Zielsetzung verfolgen zwei hochkarätig besetzte Wiener Arbeitsgruppen, einerseits die Arbeitsgruppe „Perspektiven der Rechtsetzung“, ferner die von Mag. Andreas Grieb (Rechtsmittelrichter in Bestandsachen am Landesgericht für ZRS Wien) und von Prof. Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Kahlig (Vorstand des Instituts für Rechtsinformatik und Wohnrechtsanalysen) ins Leben gerufene Arbeitsgruppe „Perspektiven der Rechtsetzung im Wohnrecht“. Die aktive Mitarbeit in diesen Arbeitsgruppen, um meine Erfahrungen und Überlegungen aus anwaltlicher Sicht einzubringen, ist mir ein persönliches Anliegen.

Darüber hinaus gebe ich mein Expertenwissen gerne auch als Vortragender oder im Rahmen von Diskussionsrunden weiter; dies insbesondere zu Themen des Vertrags- und Unternehmensrechts, ferner in Bezug auf Abstammungssachen (Vaterschaft, Kuckuckskindfälle). Vielmaliger Referent bin ich des Weiteren auf dem an der Universität Salzburg jährlich stattfindenden Internationalen Rechtsinformatik Symposion (IRIS), der größten und bedeutendsten wissenschaftlichen Tagung in Österreich und Mitteleuropa auf dem Gebiet der Rechtsinformatik.

Vorgetragen habe ich beispielsweise zu den folgenden Themen:

Rechtsvisualisierung

Eines meiner fachlichen Steckenpferde ist Rechtsvisualisierung. Darunter ist zu verstehen, Recht bzw. Rechtsinformation auf anschauliche Weise mittels bildhafter Darstellung zu vermitteln.

Je nach Betrachtungsweise kann Visualisierung von Recht entweder als sehr, sehr alte Disziplin gesehen werden oder als erst junges Gebiet der Dartuung des Rechtsstoffs. In längst vergangenen Zeiten, in denen es nur wenigen Menschen vorbehalten gewesen war, schreiben und lesen zu können, brauchte es eines alternativen Mediums, um den Menschen Recht verständlich zu machen. Ein (im wahrsten Sinne des Wortes) anschauliches Beispiel geben etwa die Bilderhandschriften des Sachsenspiegels ab, eines in der Zeit zwischen 1220 und 1235 entstandenen mittelalterlichen Rechtsbuchs, welches „zweigleisig“ sowohl auf Schrift als auch auf bildhafter Darstellung beruht. Nicht zuletzt moderne Computertechnik, in welcher sich graphische (bildhafte) Benutzeroberflächen etabliert haben, könnte der Rechtsvisualisierung zu einer Renaissance verhelfen, zu denken ist da vor allem an mögliche künftige Entwicklungen computerbasierter Rechtsanwendung.

Die Möglichkeiten erscheinen unerschöpflich; zur Veranschaulichung, wie Visualisierung von Recht allenfalls umgesetzt werden könnte, hier eine kleine Auswahl an Beispielen:

Im Alltag rechtsberatender Berufe könnte Rechtsvisualisierung hilfreich sein, um Klienten Recht besser verständlich zu machen, denn Rechtsbelehrung ist vornehmliche Aufgabe jedes Rechtsberaters. Sie besteht in der Aufklärung über die allgemein rechtliche Bedeutung eines Gesetzes, über die gesetzlichen Folgen und Erfordernisse, die Voraussetzungen zur Erreichung des angestrebten Erfolges sowie über die Form der Rechtshandlung, die das Gesetz verlangt. Sämtliche Zweifelsfragen müssen geklärt werden. Die Rechtsbelehrung muss so weit gehen, dass sie zum vollen Verständnis des Klienten führt (entnommen Feil/Wennig, Anwaltsrecht, 5. Auflage, Seite 983 f m.w.N.).